buntundgern...

                                                                                                                                        das bin ich, Ursula Raymann

Das Arbeiten mit Glasperlen habe ich schon als Kind entdeckt. Ich machte mir aus einem kleinen Brett und winzigen Nägeln einen Perlenwebrahmen um bunte Armbänder zu basteln. Eines dieser Stücke habe ich heute noch. Auch war es damals Mode, aus grossen Walzenperlen bunte Untersetzer für Blumentöpfe oder heisse Pfannen zu machen.

Viele Jahre später entdeckte ich die Arbeit mit Glasperlen neu. Die Auseinandersetzung mit der Kunst der nordamerikanischen Indianer und zeitgenössischen Künstlerinnen wie Liza Lou oder Natasha St.Michael, die aus diesen winzigen Dingern phantastische Kunstwerke erschaffen, hat mich wieder in die Welt der Glasperlen gelockt.

 

Es fasziniert mich immer wieder, wie aus vielen hundert kleinen und kleinsten Perlen grossartige Werke entstehen können. Heutzutage gibt es Glasperlen in hunderten von Farben und Formen, von matt über irisierend bis strahlend glänzend, was die Kombinationsmöglichkeiten ins Unendliche wachsen lässt.

Mit Hilfe von Büchern und Zeitschriften habe ich mir die verschiedenen Techniken selbst beigebracht. 

Das Lernen und Experimentieren geht natürlich weiter und manchmal entstehen aus Fehlern tolle neue Ideen.

 

Zu meinen wichtigsten Inspirationsquellen gehört das Kunsthandwerk fremder Kulturen. Ich liebe es, auf grossen und kleinen Märkten oder in Brockenhäusern zu stöbern und kleine Fundstücke mit nachhause zu bringen. Museen und Ausstellungen zu besuchen oder auch einfach auf dem Sofa dicke Kunstbücher zu wälzen.

Die Natur mit ihrer unerschöpflichen Vielfalt an Farben und Formen ist ebenfalls eine wichtige Inspirationsquelle. Jede Jahreszeit und jede Landschaft ist eine Welt für sich.

Auch an der Mode und der Kostümgeschichte interessiert mich vor allem das Spiel von Farben und Formen, die Veränderungen im Lauf der Jahrhunderte und nicht zuletzt der Zusammenhang von Mode und Sozialgeschichte.

 

Ausbildung:

Studium der Kunstgeschichte an der Universität Zürich

Ausbildung zu Farbgestalterin HF am Haus der Farbe in Zürich